Fernwärme Sillian: Kunden sind von umweltfreundlicher Wärme überzeugt

(Fortsetzung) Obmann Peter Paul Guggenberger zeigt sich zufrieden: „Die derzeitige Anschlussleistung aller Objekte übersteigt bereits 5 MW. 2003 wurde mit der Anschaffung des zweiten Biomassekessels mit einer Leistung von 2,5 MW ein weiterer richtiger Schritt gesetzt.“ Für dieses Jahr strebe man eine Netzverdichtung durch den Anschluss neuer bzw. die Aktivierung bereits bestehender Zuleitungen an, so der Obmann weiter. Objekte, bei denen die Fernwärmeleitung direkt am Haus vorbeiführt, können jederzeit ohne größeren Aufwand an das örtliche Netz angebunden werden. Im nächsten Jahr werde dann ein weiterer Ausbau der Trasse ins Auge gefasst. „Wir rechnen mit Investitionen in das Leitungsnetz in der Höhe von voraussichtlich 200.000 Euro“ ,erklärt Guggenberger. Der weitere Ausbau hängt aber stark vom Interesse der jeweiligen Hausbesitzer ab.

Woher kommt das Brennmaterial? Kann es nicht zu Engpässen in der Versorgung kommen? Diese Befürchtung teilt Obmann Guggenberger nicht: „Das Hackgut zur Wärmeerzeugung kommt aus den heimischen Wäldern. Von den 12.000 rm Hackgut pro Jahr werden bereits 50 % werden von den Bauern und Mitgliedern der Genossenschaft direkt geliefert, was wesentlich zu regionalen Wertschöpfung beiträgt. Für die restliche Menge ist ein Liefervertrag mit der Firma Theurl in Thal abgeschlossen worden.“ Allein diese Firma produziere in einer Stunde 100 rm Hackgut, das ist ein LKW-Zug, so der Obmann der Heizgenossenschaft.
Auch die heimische Wirtschaft profitiert von der Fernwärme: Bei den Installationen der Übergabestationen wird auf die Zusammenarbeit mit den Betrieben der Region großer Wert gelegt.

Worin liegen nun die Vorteile der umweltfreundlichen Energie aus Biomasse und warum haben sich bereits viele Sillianer und Sillianerinnen für einen Fernwärmeanschluss entschlossen? Wir haben dazu einige Kunden befragt.

„Wir hatten vorher keine Zentralheizung. Beim Umbau unseres Hauses stellte sich also die Frage, ob wir mit Öl, Gas oder Pellets heizen wollen. Wir haben für eine Heizung wenig Platz und uns deshalb für die Fernwärme entschlossen – die Übergabestation benötigt nur ein kleines Eck im Bad.
Die Heizung ist 'pflegeleicht', es muss nur einmal eingestellt werden und danach ist nichts mehr zu tun. Außerdem hat mich die komfortable Steuerung überzeugt. Im Winter lässt sich die Fernwärme sehr gut mit dem vorhandenen Kachelofen kombinieren, da die Wärme von den Thermostaten geregelt wird.“

Anton Lanser

Anton Lanser

Alois Mitteregger,

Alois Mitteregger,
Sillianer Wirt

„Der Eigentümer des Hauses hat sich beim Umbau aus wirtschaftlichen Überlegungen für die Fernwärme entschieden. Wir haben also das Gasthaus bereits mit einer bestehenden Fernwärmeheizung übernommen.

Der größte Vorteil liegt darin, dass man sich um nichts mehr kümmern braucht. Die zuletzt horrend gestiegenen Ölpreise machen auch ein Umstieg im privaten Bereich überlegenswert. Durch die komfortable Steuerung ist es auch möglich, den Wärmeverbrauch zu minimieren und so zu sparen. Mit der Fernwärme sind wir auf jeden Fall sehr zufrieden.“

Paul Hofmann,

Paul Hofmann,
Hauptschule Sillian

„Die Hauptschule ist bereits seit Beginn an das Fernwärmenetz angebunden und es hat im Vollbetrieb in den sieben Jahren noch nie einen Ausfall gegeben. Im Hauptschulgebäude waren wenig Änderungen erforderlich, obwohl hier noch ein altes Einrohrsystem eingebaut ist.

Ich bin ein voller Befürworter dieser Heizung. Die Vorteile liegen darin, dass eigentlich keine zusätzlichen Räumlichkeiten und Tankraum erforderlich sind. Sie ist die beste Alternative und wenn eine Fernwärmeleitung am Haus vorbeiführt, so soll die Möglichkeit zu einem Anschluss unbedingt genutzt werden.“

„Die Gemeinde hat mit dem Anschluss ihrer Gebäude als Großabnehmer der Fernwärme zu Projektbeginn eine Starthilfe gegeben. Entscheidend war neben dem Umweltgedanken auch, dass die veralteten Anlagen kurz vor dem Austausch standen. Bei den Neubauten wie Ge-meindehaus, Altenheim und Kindergarten war es klar, dass man das Angebot der Fernwärme nutzen würde, weil die Leitungen neben den Gebäuden verlaufen.
Mit den alten Ölheizungen war ein wesentlicher Mehraufwand verbunden und aufgrund der zuletzt gestiegenen Ölpreise wird die Fernwärme natürlich immer interessanter. Als positiv beurteile ich die Abwicklung sowie die bequeme Steuerungsmöglichkeit der Heizanlagen. Außerdem ergeben sich Minimierungen im Bereich der Rauchfangkehrer- sowie der Wartungskosten, weil die Wärmeübergabestation im Besitz der Fernwärme bleibt.“

Erwin Schiffmann,

Erwin Schiffmann,
Bürgermeister

„Durch die Fernwärme ist ein umweltbewusstes, bequemes und platzsparendes Heizen möglich. Das Preis-Leistungsverhältnis passt, es sind keine Wartungen erforderlich, kurz gesagt: Die Anlage läuft und ich habe es bis heute nicht bereut, an das Fernwärmenetz angeschlossen zu haben. Sowohl im Geschäftsgebäude mit je zwei Wohn- und Büroräumlichkeiten und im Privathaus ist für mich die Fernwärme die Alternative und optimale Heizung.“

Harald Hopfgartner

Harald Hopfgartner

Frau Mag. Bernatzky und Obmann Guggenberger

Obmann Peter Paul Guggenberger bedankt sich bei Mag. Eva Bernatzky anlässlich der Übernahme der Patenschaft für den Biomassekessel II.

Mag. Eva Bernatzky:

Ich war von der Idee der Fernwärme von Beginn an überzeugt und bin auch heute noch davon begeistert. Der Hauptgrund, warum ich an das Fernwärmenetz angeschlossen habe, war der Umweltgedanke. Man kann nicht nur über die Umwelt reden, sondern man muss auch dafür etwas tun! Früher habe ich 15.000 Liter Öl verbraucht – zu den Kosten für das Öl kamen auch noch die Wartungskosten für die Anlage dazu. Die Fernwärme ist auf jeden Fall billiger, zudem brauche ich mich um nichts mehr zu kümmern. Ich bin seit dem Start der Fernwärme Kunde und hatte kein einziges Mal ein Problem mit der Wärmeversorgung.

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